Was ist überhaupt eine Supermoto?

Vor nicht allzu langer Zeit war der Begriff Supermoto noch ein Fremdwort, doch Supermotos sind ohne Zweifel in der heutigen Zeit alles andere als unbekannt, aber was macht den nun eine Supermoto aus.

Eine Supermoto hat auf den ersten Blick viele Ähnlichkeiten zu einer Enduro, doch es gibt dennoch einige Unterschiede wie z.b.:

  • Straßenreifen/Slicks
  • kleinere Reifen (16,5/17")
  • breitere Felgen
  • Fahrwerk (straffer) abgestimmt
  • stärkere Bremsanlage

Die verbauten Komponenten und das Konzept einer Supermoto ist ideal für die Straße bzw. Landstraßen/Bergpässe geeignet und hier liegt der entscheidende Unterschied ggü. einer Enduro.

Kann eine Enduro auf der Straße nicht bewegt werden?

Eine Enduro kann man grundsätzlich ebenfalls auf der Straße bewegen, allerdings sind die verbauten Komponenten wie z.b. die Stollenreifen und dass weich abgestimmte Fahrwerk für Asphalt bzw. befestigte Wege eher ungeeignet.

Doch die ersten Supermotos waren ebenfalls nicht optimal für die Straße oder Bergpässe geeignet, da einfache Enduros genommen wurden ein Satz Straßenreifen verbaut wurde und ein paar kleine Modifikationen vorgenommen wurden. Gerade die letzten 10-15 Jahren hat sich viel getan und die Maschinen bieten eine ganz andere Performance, da diese speziell bereits von Werk aus als Supermoto konzipiert und gebaut werden. Vor diesem Zeitpunkt gab es kaum Supermotos von Werk aus zu kaufen, weswegen Enduros/Crosser oft als Grundbasis genommen wurden.

 

Welche Unterscheidungen gibt es?

Man kann das ganze in 2 Kategorien einteilen. Zum einen gibt es Supermotos ohne Straßenzulassung, die hauptsächlich für Rennen/Meisterschaften verwendet werden und zum anderen gibt es welche die für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind wie z.b. Ktm smc r 690, Suzuki drz 400 sm, Yamaha wr 125 x, Aprilia sx 50 und viele weitere.

Supermoto mit Straßenzulassung

beliebte Supermoto - Husqvarna 701

Der Unterschied gegenüber Supermotos die ausschließlich im Renn-/Motorsport genutzt werden, sind die ganzen Anbauteile für den Straßenverkehr wie z.b. Blinker, Spiegel, Licht/Reflektoren, Tacho/Cockpit und natürlich auch die Abstimmung (oft ein Kompromiss aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit).

Supermoto im Rennsport

Meisterschaft im Supermoto fahren

Wenn man sich jetzt einmal eine Supermoto anschaut, die ausschließlich für Rennen z.b. auf Kartbahnen oder Rennstrecken genutzt wird, kann man auf den ersten Blick klar erkennen dass im Prinzip wie bei fast jeden Rennfahrzeug nur das nötigste verbaut ist. Es geht darum die maximal Performance zu erreichen und dass erreicht man durch ein möglichst geringeres Gewicht und eine optimale Abstimmung für die jeweilige Strecke.

 

Welche Supermoto darf ich mit welchen Führerschein fahren?

Um eine Supermoto auf privaten Gelände oder auf einer Kartbahn/Rennstrecke zu fahren brauchst du i.d.R. keinen Führerschein, somit kannst du selbst wenn du noch nicht alt genug bist um einen Führerschein zu machen bereits fahren. Wenn du aber nun im öffentlichen Straßenverkehr fahren willst brauchst du folgende Führerscheine:

AM Führerschein für Supermotos mit 50ccm

50ccm Supermoto - Yamaha dt 50r sm

Bereits ab 15 Jahren kann man mit dem AM Führerschein eine 50ccm Supermoto fahren. Hierbei handelt es sich meistens um 2 Takt Motoren mit 50ccm und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 45 bzw. 50 km/h. Eine tolle Alternative zu einem herkömmlichen Roller für Leute die gerne etwas sportlicher unterwegs sein wollen und auch schalten/kuppeln wollen (p.s. ist für einen späteren Umstieg auf ein Motorrad/Leichtkraftrad perfekt zum üben und sich an das fahren ansich zu gewöhnen).

 

A1 Führerschein für 125er Supermotos

125er Supermoto - Husqvarna sm 125

Ab dem 16. Lebensjahr kannst du mit dem A1 Führerschein eine 125er Supermoto fahren, allerdings gibt es auch hier ein paar Einschränkungen. Trotz der max. 15ps sind längere Strecken/weitere Fahrten grundsätzlich kein Problem und Geschwindigkeiten von etwa 100-120 km/h können erreicht werden.

 

A2 Führerschein für hubraumunabhängige Supermotos

Suzuki drz 400sm - A2 Motorrad

Mit 18 Jahren kann man den A2 Führerschein erwerben, was es ermöglicht so gut wie jede Supermoto fahren zu können. Allerdings darf diese nicht mehr als 48ps bei 0,2kW/kg haben bzw. muss dann entsprechend gedrosselt werden. Mit Geschwindigkeiten (je nach Bike) von rund 160 km/h und einer Beschleunigung von ca. 6sek. auf 100km/h ist man hiermit ordentlich unterwegs.

 

A Führerschein für alle Supermotos

Ktm smc r 690

Mit 25 Jahren kann man den A Führerschein direkt machen oder bei Vorbesitz der Klasse A2 bereits schon mit 20 (Voraussetzung 2 Jahre Vorbesitz). Hier gibt es keine Einschränkungen mehr und man darf jedes straßenzugelassene Motorrad fahren. Jetzt hat man die Möglichkeit Supermotos wie die Ktm smc r 690, Husqvarna 701 oder Husaberg fs 650 komplett offen zu fahren.

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